Kampf der Winterdepression!

Menschen sind nicht losgelöst von ihrer Umwelt, sondern ein Teil davon und interagieren mit ihr, werden auch von ihr beeinflusst. Dies wird besonders klar, wenn man den Menschen im Kreislauf des Jahres beobachtet. Im Frühling leben die Menschen auf, die aufsteigende Sonne bringt alle zum Strahlen und die sprudelnden Hormone lassen den Menschen fruchtbar werden wie die Natur um ihn herum. Im Sommer wächst und gedeiht der Mensch, im Herbst beginnt die Melancholie. Doch wenn der Winter beginnt – oh je. In dieser Jahreszeit steigert sich die Melancholie des Herbstes ins Unermessliche, für viele Menschen beginnt die Winterdepression. Sie gehören dazu? Verzweifeln Sie nicht. Denn Sie können einiges dafür tun, dass die Winterdepression nicht ausbricht.

Der Winter ist eine Jahreszeit, die zwiespältig gesehen wird

Der Winter wird von vielen Menschen sehr zwiespältig gesehen. Der Schnee, der den Boden bedeckt, und das Eis, das an den Bäumen hängt, machen die Welt hell, frisch und leuchtend, vor allem, wenn die Sonne vom klaren Winterhimmel scheint. Doch der Schnee deckt eben alles zu, kaum ein Laut ist von den Vögeln zu hören, die zusammen mit den Bewohnern des Waldes unter der Schneedecke nach Futter suchen. So haben viele Dichter und Künstler die Schneedecke auch als Leichentuch beschrieben. Die Natur ist in eine Phase des todesähnlichen Schlafes getreten, um erst im Frühling wieder zu erwachen. Kein Wunder, dass zahlreiche Menschen in dieser Zeit melancholisch werden.

Mehr als nur eine melancholische Verstimmung

„Melancholische Verstimmung“ ist bei vielen Menschen allerdings ein wenig untertrieben. Zahlreiche Betroffene leiden alle Jahre wieder an einer handfesten Depression. Dies haben auch die Ärzte erkannt, die Winterdepression ist als „saisonal-affektive Störung“ beziehungsweise als „rezidivierende depressive Störung“ als Sonderform der affektiven Störung im Register ICD-10 beschrieben. Die depressive Verstimmung im Winter ist also offiziell als behandlungswürdige Erkrankung anerkannt, die sich als leichte bis mittelgradige Episode äußern kann. Bei leichten Formen muss nicht unbedingt der Arzt mit Antidepressiva ran. Betroffene können einiges dafür tun, dass die Verstimmung nicht zu arg wird oder die Depression erst gar nicht ausbricht.

Typische und atypische Symptome

Um die Winterdepression zu behandeln, muss sie allerdings erkannt und von anderen Formen der Depression abgegrenzt werden. Dies ist für ungeübte Augen zunächst ein wenig schwierig, mit einem geschärften Blick kann die Winterdepression allerdings schnell auch von Laien diagnostiziert werden. Das erste Anzeichen ist natürlich, dass die Winterdepression als saisonal-affektive Störung regelmäßig und jährlich auftritt, wenn sich der Winter ankündigt. Zu den Symptomen, die auch für andere Depressionen typisch sind, gehören eine Verringerung der Energie, eine bedrückte Stimmung sowie eine Ängstlichkeit in dieser Zeit. Anders als bei anderen Formen der Depression verlängern sich die Schlafphasen im Winter. Hinzu kommt, dass Betroffene während einer Winterdepression Gewicht zunehmen, da sie einen deutlich verstärkten Appetit auf Kohlehydrate haben, Süßigkeiten werden bevorzugt. Bei anderen Depressionen nehmen Betroffenen üblicherweise ab.

Die bekannten Ursachen der saisonalen Depression

Die Ursachen sind noch nicht gänzlich erforscht, doch es wird vermutet, dass die Winterdepression von einer Veränderung des biologischen Rhythmus des Tages sowie zu wenig Sonnenlicht ausgelöst wird, wodurch die Produktion von Vitamin D sinkt. Aus diesem Grund kann auch eine Rachitis drohen. Obwohl die Ursachen für die Winterdepression nicht gänzlich geklärt sind, ist das Phänomen schon sehr lange bekannt, so dass sich im Laufe der Zeit einige Hausmittel und Strategien gefunden haben, um dagegen vorzugehen. Viele davon befinden sich seit Generationen in den Hausapotheken und haben sich bewährt.

Einfachste aber unpraktischste Antwort: Urlaub in der Sonne machen

Die Lösung, die zur Behandlung einer Winterdepression am nächsten liegt, wäre, sobald sich der Winter ankündigt, in den Urlaub in eine Region zu fahren, in der die Sonne lacht. Doch diese vermeintlich einfache Lösung ist auch die am wenigsten praktikable. Denn wer kann es sich außer einer Handvoll digitaler Nomaden, die nicht auf einen festen Arbeitsplatz angewiesen sind, um Geld zu verdienen, schon leisten, für Wochen oder Monate einfach wegzufahren? Doch mit natürlichen Stimmungsaufhellern kann sich jeder im Winter die Sonne ins Herz zurückholen.

Natürliche Stimmungsaufheller heben die Laune

Der erste grundlegende Schritt zur Aufhellung der Stimmung ist es, die Ernährung anzupassen. Auf dem Speiseplan sollte viel frisches Obst stehen, um ausreichend Vitamine zuzuführen, sowie mineralstoffreiche Lebensmittel. Diese senken den Stresspegel ab und verbessern die Blutbildung. Der Stress wird zudem mit Präparaten aus Johanniskraut sowie Rosenwurz gesenkt. Die Einnahme der Präparate sollte bereits einige Zeit vor dem Beginn des Winters vorgenommen werden, da die Wirkung erst nach einiger Zeit eintritt. Wichtig sind auch häufige Spaziergänge. Man sollte das verbleibende Licht möglichst gut nutzen und die frische Luft hebt die Stimmung.

Die Umgebung aufhellen

Viele Menschen sind im Winter bereits gestresst, wenn sie aus der Tür gehen. Wenn nicht gerade die Sonne scheint, ist alles trüb und grau, was die depressive Verstimmung noch befeuert, denn die Stimmung der Menschen hängt stark von ihrem Umfeld ab. Daher sollte die Umgebung aufgelockert und aufgehellt werden, um die Stimmung wieder zu heben. Dies gelingt mit leichten und lockeren Farben sowie Blumen als auch mit dem Licht einer UV-Lampe, welche die Wohnung mit nahezu natürlichem Licht aufhellt. Der Duft der Blumen erinnert zudem an den Frühling und den Sommer. Dies wird auch mit Aromaölen erreicht, die ins Badewasser gegeben werden und welche die Atmosphäre der Wohnung auflockert.

Zusammen ist man weniger allein

Auch wenn man sich im Winter bei depressiven Verstimmungen am liebsten die Bettdecke über den Kopf ziehen und wie ein Bär die kalte und dunkle Zeit verschlafen möchte, sollte der zwischenmenschliche Kontakt nicht vernachlässig werden. Aktivitäten und auflockernde Gespräche mit guten Freunden helfen durch die Winterwochen. Auch das Kuscheln mit dem Partner sollte nicht vernachlässigt werden. Körperlicher Kontakt ist grundlegend wichtig für das menschliche Gemüt. Natürlich muss es nicht beim Kuscheln bleiben. Sex und vor allem der Orgasmus heben schlagartig die Stimmung auf eine neue Ebene, da hierbei Glückshormone ausgeschüttet werden. Zudem wird das Kuschelhormon Oxytocin gebildet, welches das Vertrauen und Wohlgefühl steigert.

Potenzmittel wie Viagra helfen auch bei einer Winterdepression

Bei einer erheblich schwereren Winterdepression, die das Stresslevel hebt, kann es sein, dass der Ofen ausbleibt und keine Erektion gebildet werden kann. In diesem Fall hilft ein Gang zum Arzt, der nach einer Untersuchung Potenzmittel wie Viagra, Cialis oder Levitra verschreiben kann. Diese Präparate auch Kamagra Oral Jelly erleichtern die Bildung einer Erektion, damit der natürliche Stimmungsaufheller „Sex“ zur Verbesserung des Wohlbefindens im Winter genutzt werden kann. Und niemand sollte sich scheuen, deswegen zu einem Arzt zu gehen, die Einnahme von Viagra ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr.

Schlimmstenfalls Hilfe vom Arzt holen

Allgemein sollte bei einer schwerwiegenderen Winterdepression der Arzt aufgesucht werden, bevor es zu schlimm wird. Denn eine Winterdepression ist und bleibt eine Depression, die einen schwerwiegenden Verlauf nehmen kann und die professionell behandelt werden sollte. Und ein Arzt kann alternative Behandlungsmethoden verschreiben, etwa eine Behandlung mit Vitamin D oder eine Lichttherapie mit einer Tageslichtlampe. In ganz schwerwiegenden Fällen hilft allerdings nur noch eine symptomatische Behandlung. In diesem Fall kann der Arzt Antidepressiva verschreiben, welche die Produktion von Glückshormonen ankurbeln. Allerdings nimm die Winterdepression nur in den wenigsten Fällen einen derartig schweren Verlauf, dass Antidepressiva verschrieben werden müssen.

Harald Berger

Pharmakologie ist mein Fach. Aktuell geniesse ich die Zeit nach dem Studium. Ich bin Schweizer und lebe in Bern. Ich unterstütze die Apotheke Schweiz mit Artikel sowie Produktbeschreibungen.
Harald Berger