Morgens schneller fit werden

Manche Menschen sind ganz natürliche Morgenmenschen. Sobald der Wecker klingelt springen sie aus dem Bett und sind fit wie der junge Morgen. Oder sie liegen morgens schon wach im Bett und warten darauf, dass der Wecker klingelt, um gleich von Null auf 100 aufzudrehen. Sie haben keine Mühe, erst wach zu werden und sich orientieren zu müssen, sondern fallen sozusagen aus dem Bett in die Küche, wo sie sich ein schönes Frühstück bereiten und gleich danach zur Arbeit zu fahren. Doch dann gibt es auch noch die Morgenmuffel, die noch einige Zeit im Bett liegen und nachdenken müssen, wer sie sind und wo sie sich befinden. Für diese Menschen haben wir einige Tipps, wie sie schneller und fitter aus dem Bett kommen.

Das morgendliche Aufstehen

Es ist ein Kreuz. Im einen Moment schwebt man noch durch die zauberhafte Traumwelt und im anderen Moment bohrt sich ein nerviges Geräusch ins Ohr und versucht, die Aufmerksamkeit zu erregen – der Wecker. Die Augen gehen noch nicht auf und man versucht, den Wecker zu erwischen und das Geräusch abzustellen, um noch ein paar Minuten liegen zu bleiben. Das dauert natürlich, wenn man keine Orientierung hat. Ist es endlich gelungen, reisst man sich zusammen und steht auf, um bestenfalls mit geschlossenen Augen und nackten Füssen auf die Bürste zu treten. Der Tag ist im Grunde schon gelaufen, man möchte nur wieder ins Bett. Besonders im Frühjahr sind viele Menschen Morgenmuffel dank der Frühjahrsmüdigkeit.

Kaffee und Koffeintablette? Lieber ein ausgewogenes Frühstück

Der erste Griff der meisten Menschen, die morgens Schwierigkeiten haben, wach zu werden, geht nach dem Aufstehen zur Kaffeemaschine, um sich ein koffeinhaltiges Heissgetränk zu machen, das sie auf die Beine bringen soll. Nicht selten besteht das Frühstück nur aus dem Kaffee, der durch eine Zigarette komplettiert wird. Oder es wird gleich zu einer Tablette gegriffen, dessen Wirkstoff konzentriertes Koffein ist. Davon ist natürlich abgeraten, denn ein umfangreiches Frühstück sollte natürlich der Start in den Tag sein. Denn wie heisst es so schön? „Morgens essen wie ein Kaiser“. Und bereits die Aussicht auf ein schönes, stärkendes Frühstück hebt morgens die Motivation aus dem Bett zu kommen. Daher sollte das Frühstück eine regelmässige, feste Grösse sein.

Eine feste Uhrzeit setzen

Natürlich gibt es noch mehr, was man tun kann, um morgens schneller aus dem Bett zu kommen und trotzdem frisch zu sein. Die naheliegendste Lösung ist natürlich, abends früher ins Bett zu gehen. Doch manchmal ist dies einfach nicht möglich und es bringt ja auch nicht viel, wach im Bett zu liegen und sich nur herumzuwälzen. Dennoch sollte es geübt werden, früher ins Bett zu gehen. Dies gelingt, indem man sich eine feste Uhrzeit setzt, um ins Bett zu gehen, und diese auch einzuhalten. Der Körper wird sich nach einiger Zeit darauf einstellen und daran gewöhnen, so dass er automatisch müde wird, wenn die Zeit naht. So wird es leichter ins Bett zu gehen und lang genug zu schlafen, um morgens ausgeruht zu sein.

Alle Störfaktoren abstellen

Um morgens ausgeruht zu sein, ist es natürlich auch notwendig, nach Möglichkeit alle Störfaktoren, die den Nachtschlaf stören oder gar unterbrechen könnten, abzustellen. So sollte das Zimmer, in dem man schläft, abgedunkelt werden, damit kein Lichteinfall etwa durch Strassenlaternen stört. Allerdings sollte hierfür auch keine Läden oder Rollläden verwendet werden, welche das Licht der Sonne am Morgen auch aussperren. Denn der Körper reagiert automatisch auf Licht. Wenn es morgens hell wird, schaltet er automatisch in den Wachmodus. Dies ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass wir in der dunklen Jahreszeit müder sind. Klingelt der Wecker, wenn es noch dunkel im Zimmer ist, hat sich der Körper noch nicht auf den Tag umgestellt, man ist müde und kommt nicht richtig aus den Federn.

Die Wohnung heller machen

Aus diesem Grund sollte man auch die Wohnung hell gestalten, damit sich der Körper morgens effektiver auf den neuen Tag einstellen und in den Tagesmodus umschalten kann. Helle, weiße Wände oder warme helle Farben an Wand und Möbeln sorgen dafür, dass der Kreislauf morgens in Schwung kommt und man gut gelaunt in den Tag starten kann. Zudem sollte dafür gesorgt werden, dass nachts frische Luft in das Schlafzimmer geleitet wird. Auch frische Luft belebt den Körper und den Geist, verbrauchte Luft sorgt hingegen dafür, dass der Körper träge wird, weil die Sauerstoffsättigung der Zellen zu gering ist. In der Regel muss man nicht unbedingt in einer ruhigen, ländlichen Gegend wohnen, um nachts das Fenster zu öffnen. Dies ist auch in urbanen Gebieten möglich, da doch nachts der Verkehr auch hier nachlässt und der Lärm der Strasse auf ein erträgliches Mass schrumpft. Auch im Winter sollte das Fenster geöffnet werden, auch wenn es anfangs etwas Überwindung kostet, morgens das warme und weiche Federbett zu verlassen, wenn es im Zimmer kalt ist.

Richtig ernähren

Wer gut schlafen und morgens ausgeruht aufwachen möchte, sollte auch auf seine Ernährung achten. Dazu sollte man sich das alte Sprichwort ins Gedächtnis rufen: „Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler“. Das Sprichwort besagt, dass man morgens viel und trotzdem ausgewogen essen sollte, da die Energiespeicher des Körpers morgens leer sind, auch wenn der Körper nachts natürlich den Energieverbrauch auf Sparflamme fahren lässt. Auch mittags sollte noch reichlich gegessen werden, da der Körper Energie für den Tag benötigt. Abends sollte man sich hingegen zurückhalten und nicht zu viel essen, wobei man sich auf leichte und gesunde Nahrungsmittel beschränken sollte. Werden abends viele schwere Nahrungsmittel gegessen, kann dies zu intensiven Träumen führen, die auch zu Alpträumen werden. Dies stresst Körper und Geist und morgens wacht man nicht ausreichend ausgeruht aus.

Über den Tag auspowern

Wer einen Beruf hat, in dem es eher ruhig zugeht, kann oftmals nachts nicht richtig einschlafen und fühlt sich morgens wie gerädert, weil der Nachtschlaf fehlt. Es ist also ratsam, sich nach der Arbeit noch ein wenig auszupowern und die letzten Energiereserven aufzubrauchen, damit man nachts erschöpft einschlafen und sich erholen kann. Hierfür eignen sich fordernde Hobbys und Sport. Allerdings ist dies nicht immer möglich. Wer etwa jeden Tag einen langen Anfahrt- und Heimweg hat, wird kaum Zeit haben, noch Sport zu treiben, wenn er nicht das Glück hat, dass es einen firmeneigenen Fitnessraum gibt. In diesem Falle hilft nur eins: Abendlicher Geschlechtsverkehr vor dem Einschlafen. Guter Geschlechtsverkehr ist wie eine ausgedehnte Trainingseinheit für die Ausdauer. Alle Muskeln werden gefordert, der Blutkreislauf angeregt und Hormone wie etwa das sogenannte Kuschelhormon Oxytocin werden ausgeschüttet. Nach dem Orgasmus fühlt man sich wohlig ermattet, schläft beim Nachspiel und dem Kuscheln gut ein und kann einen erholsamen und ruhigen Schlaf geniessen. So wacht man morgens ausgeruht aus. Sollte es nicht ganz so klappen, weil der Stress auf Arbeit eine Erektion verhindert, kann mit einer Viagra nachhelfen.

Morgendlicher Verkehr

Geschlechtsverkehr am Morgen ist ebenfalls gut, um fit aus dem Bett zu kommen. Denn Geschlechtsverkehr am Morgen bewirkt bei den meisten Menschen das genaue Gegenteil. Zwar wird hier auch das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet, doch morgendlicher Verkehr wirkt anregend durch den verbesserten Kreislauf. Und danach kann der Geschlechtsverkehr in ein schönes und ausgedehntes Frühstück münden. So hat man gleich nach dem Aufwachen etwas, auf das man sich freuen kann und startet mit guter Laune in den Tag. Dies wirkt nur bei wirklich hartnäckigen Morgenmuffeln nicht. Und auch Kamagra wird bei ihnen an seine Grenze stossen, wenn es um Geschlechtsverkehr am Morgen geht.

Harald Berger

Pharmakologie ist mein Fach. Aktuell geniesse ich die Zeit nach dem Studium. Ich bin Schweizer und lebe in Bern. Ich unterstütze die Apotheke Schweiz mit Artikel sowie Produktbeschreibungen.
Harald Berger