Mit dem Rauchen aufhören und Lebensqualität geniessen

Das Geschäft mit dem Glimmstängel ist sehr lukrativ, es lassen sich Jahr für Jahr Milliarden Euro und Dollar damit umsetzen. Und zwar auf allen Ebenen, nicht nur für die Zigarettenindustrie an sich. Auch die Pharmaindustrie verdient an dem blauen Dunst, da er sehr schädlich für die Gesundheit ist. Das Gesundheitswesen vieler Staaten hat sich daher vor einigen Jahren dazu entschlossen, den Zigaretten den Kampf anzusagen und das Laster einzudämmen. Und auch so denken viele Menschen um und lassen die Finger von dem blauen Dunst, mehr oder weniger erfolgreich. Ist es ihnen einmal gelungen, merken sie schnell, wie die Lebensqualität ansteigt. Und auch im Bett läuft es wieder besser.

Beliebtes Accessoire in Filmen

Lange Zeit galt er als Inbegriff von Männlichkeit und Verwegenheit – der Glimmstängel. In zahlreichen Filmen waren die Zigarette mehrere Jahrzehnte eines der beliebtesten Accessoires, es galt als normal, wenn sich die Schauspieler einfach eine Zigarette ansteckten. Die zuschauenden Männer nahmen sich ein Beispiel daran und rauchten ebenfalls, um die Leinwandhelden zu kopieren. Und auch die Frauen beschränkten sich nicht nur darauf, die Leinwandgrößen anzuschmachten. Ab den 1920er Jahren verbreitete sich auch in der Damenwelt das Laster, das zuvor bei den Frauen verpönt war. Schnell lernten die Männer jedoch auch eine rauchende Frau zu lieben, denn eine Zigarette im Mundwinkeln und ein lasziver Blick gaben den Frauen einen leicht verruchten Chic. Dies alles hat sich allerdings geändert.

Erfolgreiche Arbeit der Lobbygruppen

Der Kampf der Gesundheitswesen begann, zunächst von wenigen bemerkt. Die Lobbygruppen leisteten ganze Arbeit. Zunächst verschwanden unbemerkt nach und nach die Glimmstängel aus Kino und Fernsehen, heute gibt es so gut wie keine Produktionen mehr, in denen die Schauspieler rauchen. Es folgten weitere Einschnitte, die drastischer wurden. Die Werbung für Zigaretten wurde reduziert, Warnungen zu den gesundheitlichen Folgen des Rauchens auf die Packungen gedruckt, um die Menschen abzuschrecken. Zuletzt wurde ein Rauchverbot in zahlreichen Kneipen und Restaurants durchgesetzt, ein Rauchverbot an weiteren Öffentlichen Plätzen wurde diskutiert. Sicherlich kann man sich hier über eine Bevormundung des Staates gegenüber den Bürgern wehren, doch die Massnahmen zeigen weitgehend Wirkung.

Der Bewusstseinswandel hat die gesamte Gesellschaft erfasst

Der Bewusstseinswandel gegenüber den Zigaretten hat weite Teile der Bevölkerung und alle Schichten erfasst. Zwar gilt das Rauchen unter Jugendlichen immer noch als cool und Zeichen der Rebellion, denn der Reiz des Verbotenen ist und bleibt eben stark. Doch mit zunehmendem Alter steigt der gesellschaftliche Druck zu sehr an, die rebellische Attitüde der Jugendzeit lässt zudem nach, man entscheidet sich, die Glimmstängel aufzugeben. Nicht selten gibt man die Zigaretten auch auf, weil man beginnt, die gesundheitlichen Auswirkungen zu spüren. Denn Rauchen legt sich auf die Lunge und verstopft die Arterien, irgendwann wird jede Treppenstufe zur Qual. Zigaretten werden heute zumeist also nur noch mit Jugendlichen verbunden oder mit Erwachsenen, die einer prekären Gesellschaftsschicht angehören.

Rauchentwöhnung: ein schwieriges Projekt

Mit dem Rauchen aufzuhören ist also einerseits gut für die Gesundheit und andererseits hebt es den gesellschaftlichen Status. Doch das ist leichter gesagt als getan. „Es gibt nichts Leichteres, als mit dem Rauchen aufzuhören. Ich selbst habe es schon 137mal geschafft.“ Mark Twain hat diesen Spruch sicher lustig gemeint, doch Menschen, die gerade in der Phase der Rauchentwöhnung sind, empfinden diesen Ausspruch als reichlich zynisch und können darüber nicht lachen. Denn es gibt kaum ein schwierigeres Unterfangen, als das Rauchen aufzugeben. Besonders bei Menschen, die das Rauchen aufgegeben haben, sind Rückfälle in dieser Phase vorprogrammiert. Auch Hilfsmittel wie Nikotinpflaster helfen da kaum etwas. Kein Wunder, wie soll denn Nikotin gegen den Drang nach Nikotin helfen? Ganz gleich ob Pflaster oder Zigarette, die Wirkung des Nikotins ist dieselbe, es werden Glückshormone ausgeschüttet. Bei der Entwöhnung wird die Ausschüttung der Hormone daher gesenkt.

Neuartige und effektive Präparate zur Rauchentwöhnung

Neuartige Medikamente zur Rauchentwöhnung setzen an einer anderen Stelle an und helfen so effektiver bei dem Vorhaben, das Rauchen aufzugeben. Wie etwa Zyban Generika mit dem Wirkstoff Bupropion. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, der zur Gruppe der Antidepressiva gehört, genauer gesagt zur Gruppe der Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Dieser Wirkstoff erhöht also die Konzentration der Glückshormone, wodurch der Drang nach dem Glimmstängel nachlässt, durch den die Produktion der Hormone angekurbelt werden soll. Der künftige Ex-Raucher fühlt sich also auch ohne Zigarette wohl, die Lebensqualität steigt.

Negative Auswirkungen des Rauchens auf die Attraktivität und das Sexualleben

Das Rauchen wirkt sich zudem auf die Attraktivität und das Sexualleben aus. Da die Zigarette nur noch mit rebellischen Teenagern oder Angehörigen prekärer Gesellschaftsschichten in Verbindung gebracht wird, sinkt die Attraktivität von jungen und älteren Erwachsenen auf potentielle Sexpartner. Hinzu kommt, dass viele Raucher bereits auf Entfernung gerochen werden können. Und Menschen sind olfaktorische Wesen, die unbewusst auch aufgrund des Geruches des Gegenübers entscheiden, ob es sympathisch ist oder nicht und ob es als Sexualpartner geeignet ist. „Ich kann dich nicht riechen“ ist nicht umsonst ein geflügeltes Wort. Und verrauchte Haare und der Zigarettengeruch auf der Haut, der das natürliche und anziehende Aroma eines Menschen überdeckt und damit die auf dem Geruch basierende Entscheidung des Gegenübers verhindert, riecht alles andere als gut.

Weniger Zigaretten – mehr Sex

Daher ist es auch gut, mit dem Rauchen aufzuhören, um wieder mehr Sex zu haben. Zumal durch das Rauchen eine erektile Dysfunktion verursacht werden kann. Ist das Kind schon im Brunnen und hat das Rauchen eine Erektionsstörung verursacht, sinkt die Lebensqualität beträchtlich. Einige Zeit nach dem Ende der Rauchphase hat sich der Körper allerdings in der Regel wieder so weit regeneriert, dass die Erektionsstörung nachlässt. Wer nicht so lange warten will, kann auch zu kleinen Hilfsmitteln wie Viagra greifen.

Viagra hilft zuverlässig bei einer durch das Rauchen verursachten Erektionsstörung

Zur eigenen Sicherheit sollte jedoch vorher der Arzt aufgesucht werden, um sich Viagra verschreiben zu lassen. Denn in einer Untersuchung sollte sichergestellt werden, dass auch wirklich das Rauchen die Erektionsstörung verursacht hat und nicht eine tiefer liegende, unentdeckte Erkrankung, die einer Behandlung bedarf. Ist dies nicht der Fall, kann ruhigen Gewissens Viagra einnehmen und den Sex genießen. Und immer daran denken: Die Zigarette danach ist nicht sexy, sondern tabu.

Harald Berger

Pharmakologie ist mein Fach. Aktuell geniesse ich die Zeit nach dem Studium. Ich bin Schweizer und lebe in Bern. Ich unterstütze die Apotheke Schweiz mit Artikel sowie Produktbeschreibungen.
Harald Berger