Die Partnerin wird nicht schwanger? Die Qualität der Spermien verbessern

In den Männern in den westlichen Industrienationen geht seit Jahren eine Entwicklung vonstatten, die den meisten Männern sehr unangenehm sein wird, von der aber die meisten Männer aber noch gar nichts wissen. Seit längerem machen Forscher in den Staaten die unerfreuliche Beobachtung, dass die Qualität der Spermien rapide abnimmt und damit auch die Zeugungsfähigkeit sinkt. Diese fatale Entwicklung ist vor allem auf die postmoderne Lebensweise der Männer zurückzuführen. Daher sollten sich die Männer bewusst werden, welche Faktoren diese Entwicklung begünstigen, um diese zu umgehen und die Qualität der Spermien wieder zu verbessern, wenn sie einmal Kinder haben wollen.

Der unerfüllte Kinderwunsch liegt oft am Mann

Für viele Paare macht Sex kaum noch Spaß sondern ist nur noch Mittel zum Zweck, um ein Kind zu zeugen. Der Kinderwunsch ist so groß, dass wochenlang nicht selten auch die Mittagspause herhalten muss, um endlich schwanger zu werden. Allein, es klappt einfach nicht. Doch wer ist nun Schuld an dem Dilemma? In dieser Situation sind Schuldzuweisungen zwar nicht sehr nützlich, doch die Ursache muss eben herausgefunden werden. Potente Männer sind sich sicher, dass es an der Frau liegen muss, schließlich kann man als richtiger Mann doch Kinder zeugen, sonst wär man ja kein Mann. Doch weit gefehlt, liebe Männer, oftmals liegt es am Mann, dass der Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Doch keine Sorge, deswegen ist niemand weniger männlich.

Zu wenige oder fehlgebildete Spermien

Viele Faktoren können die Kinderlosigkeit begünstigen, doch die häufigste Ursache dafür, keine Kinder zu bekommen, ist die Spermienqualität der Männer, die seit mehreren Jahren deutlich rückläufig ist. Die schlechte Spermienqualität ist in 40 Prozent der Fälle für die Kinderlosigkeit verantwortlich. Entweder hat Mann allgemein zu wenige Spermien, fehlgebildete Spermien oder nur wenige Spermien, die qualitativ hochwertig sind. Die Reproduktionsmedizin hat heute allerdings viele Möglichkeiten, dem Umstand abzuhelfen. Doch Mann muss nicht gleich zum Arzt, um sich Hilfe zu holen und die Qualität der Spermien zu verbessern. Es reicht bereits aus, einige Faktoren aus seinem Leben zu verbannen, welche die Qualität der Spermien senken.

Das Mobiltelefon aus der Hosentasche verbannen

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass sich die häufige Nutzung von Mobiltelefonen auf den menschlichen Körper auswirkt. Und damit ist nicht nur die „digitale Krankheit“ gemeint, welche mittlerweile die Augen von 68 Prozent der Vertreter der Generation Y befallen hat und die durch das häufige Starren auf Monitore und Bildschirme von Smartphones verursacht wird. Smartphones haben deutlich gravierendere Auswirkungen auf dem menschlichen Körper, in diesem Fall männlichen Körper, wie zahlreiche Studien belegen. So zeigt etwa eine Untersuchung der Queen’s University in Kanada, dass der Testosteronspiegel des Mannes sinkt, wenn er häufig telefoniert, und die Spermienqualität nachlässt. Bleibt das Telefon während des Telefonats in der Hosentasche oder in der Tasche am Gürtel, hat dies sehr gravierende Auswirkungen. Wer ein Kind zeugen will, sollte also die Häufigkeit und Länge seiner Telefonate drosseln und das Telefon aus der Hosentasche nehmen.

Der Laptop gehört auf den Tisch

Es ist bequem, sich abends noch einmal mit dem Laptop auf dem Schoß hinzusetzen und noch ein wenig zu surfen. Bequem ist es unbestritten, aber auch schädlich für die Zeugungsfähigkeit, wenn das Gerät zu warm wird. Denn Hitze ist sehr negativ für die Produktion von Spermien. Zwar ist der Hodensack gut durchblutet und in der Lage, mit seinen Schweißdrüsen und seiner eigenen „Klimaanlage“ die für die ideale Spermienproduktion benötigte Temperatur, die zwei bis drei Grad unterhalb der normalen Körpertemperatur liegt, selbst zu halten, so dass in der Unterhose ideale Temperaturen herrschen, wenn diese nicht zu eng ist. Doch gerät die Beckenregion für längere Zeit in ein zu warmes Umfeld, sinkt die Produktion. Also den Laptop besser auf ein kleines Beistelltischchen auf dem Sofa parken, die Saunabesuche ein wenig reduzieren und schneller raus aus dem heißen Vollbad.

Mit der richtigen Ernährung die Qualität der Spermien verbessern

Zu einer guten Qualität der Spermien führt auch eine gesunde Ernährungsweise. Hierfür sind keine speziellen und exotischen Gerichte notwendig. Nahrungsmittel, die aus entfernten Regionen der Welt kommen und nach exotischen Rezepten uralter weiser Männer zubereitet wurden, sind generell zunächst mit einer gewissen Skepsis zu betrachten. Eine gute Ernährung ist vielmehr eine kalorienbewusste Ernährung, in der möglichst auf kurzkettige Kohlehydrate und gesättigte Fette verzichtet wird. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte sowie gute Fette aus Nüssen und Fett gehören hingegen auf den Speiseplan. Nüsse und Fisch bieten zudem hochwertiges Eiweiß an, ebenso wie viele Fleischsorten. Allerdings sollte nicht zu schwer gegessen werden, leichte Speisen sind von Vorteil. Übergewicht sollte ebenso wie Untergewicht vermieden werden. Forscher vermuten seit längerem, dass sich sowohl Über- als auch Untergewicht negativ auf die Anzahl der Spermien auswirken. Einige Studien, die in den vergangenen Jahren diesbezüglich durchgeführt wurden, belegen diese Vermutung.

Besser die Finger weg von Viagra

Viagra macht den Mann doch zu einem potenten Bullen, also einfach Viagra einwerfen und ein Kind zeugen, oder? Diese Ansicht ist bei dem Potenzmittel naheliegend und verlockend, aber leider grundfalsch, wie Studien zeigen. Wer glaubt, schnell und einfach die Qualität seiner Spermien steigern zu können, wenn er Viagra einnimmt, erreicht damit sogar das Gegenteil seines Vorhabens. Viagra ist ein reines Potenzmittel, das den Aufbau einer Erektion erleichtern soll, mit dem Geschlechtsverkehr möglich ist, das ist aber auch schon alles. Stattdessen greift Viagra die Spermien an und nimmt auf den chemischen Prozess in den Kopfkappen Einfluss, die bei den Spermien dafür zuständig sind, den Spermien Schutz zu bieten, während sie die Wand durchbrechen, welche die Eizelle abschirmt, fanden die Forscher der Dubliner Queen’s University heraus. Auf diese Weise wird den Spermien suggeriert, dass sie sich bereits in der Eizelle befinden, wobei durchschnittlich knapp 80 Prozent der Spermien betroffen sind. Also besser kein Viagra einnehmen, wenn ein Kind geplant ist.

Harald Berger

Pharmakologie ist mein Fach. Aktuell geniesse ich die Zeit nach dem Studium. Ich bin Schweizer und lebe in Bern. Ich unterstütze die Apotheke Schweiz mit Artikel sowie Produktbeschreibungen.
Harald Berger