Eingefahrenes Sexleben? So ändern sie dies

In der Jugend scheint alles möglich. Jung, voller Energie und Tatendrang. Die erste große Liebe verändert alles und lässt die Jugend in einem noch schöneren Licht erscheinen als ohnehin schon. Die Welt wird durch die rosarote Brille gesehen, beide Partner können die Finger nicht voneinander lassen. Alles ist neu, beide lernen sich gerade erst kennen, alles ist aufregend. Vor allem im Bett, in dem man unbekannte Dinge miteinander ausprobiert. Täglicher Sex gehört in der Jugendzeit mit der großen Liebe dazu, ganz gleich ob klassisch im Bett, im Auto oder ein Quickie an einer versteckten Stelle im Park. Doch die Zeit bleibt nicht stehen, irgendwann nach vielen Jahren ist das Sexleben eingefahren und langweilig. So frischen Sie es wieder auf.

Nicht immer nur das Lieblingsessen vorsetzen, sondern anderes ausprobieren

Die Jahre der gemeinsam verbrachten Beziehung schweißen zusammen. Auf dem Amboss des Alltags und der gemeinsam durchgestandenen Höhen und Tiefen wurde ein stählernes Band geschweißt, das unverbrüchlich zusammenhält. Das Vertrauen ist groß, das Paar ist perfekt aufeinander eingespielt. Was im Alltag ein idealer Zustand ist, kann im Bett allerdings den Tod bedeuten. Denn beim Sex ist es wie bei einem Essen. Klar schmeckt das Lieblingsessen am besten, doch wenn man es über eine längere Zeit jeden Tag vorgesetzt bekommt, wird auch das wohlschmeckendste Gericht langweilig und fad und man will etwas anderes.

Wünsche und Bedürfnisse verändern sich

Genauso sind Sexpraktiken, die in der Jugend zu den liebsten Spielen gehören, nach Jahren fade, wenn man sich nur darauf konzentriert und nicht variiert hat. Zudem ändern sich mit den Jahren die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen. Die Interessen, die man mit Mitte 20 hatte, müssen nicht die gleichen Wünschen und Bedürfnisse sein, die man mit 40 hat. Und diese neuen Wünsche und Bedürfnisse kann der Partner bei aller Vertrautheit nicht erraten, weil niemand einem anderen Menschen in den Kopf schauen kann.

Reden, reden, reden

In diesem Fall hilft nur reden, reden, reden. Kommunikation ist die Grundlage jeder funktionierenden und glücklichen Beziehung. Wenn man es nicht übertreibt, doch die Grundlagen sollten geklärt werden. In einem ruhigen, klärenden Gespräch sollten beide Partner das Problem beleuchten, wenn es im Bett nicht mehr läuft wie es sollte, und alle geänderten Wünsche und Bedürfnisse formulieren, damit der Partner sich darauf einstellen und diese eventuell befriedigen kann, wenn man Glück hat und sie sich mit seinen Wünschen und Bedürfnissen überschneiden.

Eine erektile Dysfunktion ansprechen

Wenn die Phase ohne Sex durch eine erektile Dysfunktion verursacht wurde, sollte dies auch ganz ehrlich auf den Tisch gebracht werden, auch wenn uns das Thema unangenehm ist und er sich seiner Erektionsprobleme schämt. Dies sollte nicht zuletzt aus medizinischen Gründen erfolgen. Denn die erektile Dysfunktion ist in der Regel nur ein Symptom einer tiefer liegenden, unbekannten Erkrankung, die diagnostiziert und behandelt werden sollte. Zudem kann der Arzt Potenzmittel wie Viagra, Cialis oder Levitra verschreiben.

Umdenken: Die erektile Dysfunktion kann die Beziehung stärken

Zudem sollte die Partnerin in Kenntnis gesetzt werden, damit sie weiß, warum der Sex nachgelassen hat. Es wäre keine gute Idee, die erektile Dysfunktion zu verschweigen und sich in sein Schneckenhaus zurückzuziehen. Die Partnerin, die keine Ahnung von den wahren Ursachen hat, fühlt sich unattraktiv, ungeliebt und zurückgestoßen. Dies gefährdet auf lange Sicht die Beziehung. Wird die Partnerin ins Vertrauen gezogen, wird sie in der Regel kein negatives Urteil fällen. In ihren Augen bleibt ihr Mann ein Mann. Dafür kann sie helfen, indem sie eine äußere Sicht auf die Dinge und neue Ideen hat, wie die Erektionsstörung behoben werden kann. Zudem wird sie über das hohe Vertrauen erfreut sein, die ihr Mann gegenüber ihr an den Tag legt. Wird die schwere Zeit gemeinsam durchgestanden, wird die Beziehung zudem gestärkt.

Sex an besonderen Orten

Zudem gibt es sehr viele neue Möglichkeiten, die man im Bett ausprobieren kann. Wobei Bett hier nur als Metapher dient. Denn Sex muss sich nicht auf das heimische Ehebett beschränken, sondern kann an vielen Orten durchgeführt werden. Allerdings sollten an vielen Orten einige Regeln beachtet werden. Denn beim Sex an sich heißt es zwar „Alles kann, nichts muss“. Doch dies gilt nicht, wenn man an pikanten Orten Sex hat, an denen man Gefahr läuft, erwischt zu werden. Es hat zwar seinen besonderen Reiz, etwas Verbotenes zu tun und beim Sex erwischt zu werden, auch wenn man älter wird. Doch wenn man von den falschen erwischt wird, droht eine Anzeige. Wenn man sehr viel Pech hat, gerät man gleich an die Polizei, dann wird es teuer.

Bloß nicht erwischt werden

Dennoch hat Sex im Auto oder am Strand seinen besonderen Reiz und es wird auch immer so bleiben. Auch wenn es im Auto etwas beengter zugeht und nicht alle Stellungen möglich sind. Und Sex am Strand unter dem Sternenhimmel mit dem Rauschen des Meeres im Hintergrund ist romantisch – wenn man aufpasst, dass kein Sand ins Getriebe gerät. Aber wie gesagt, ganz gleich ob im Auto oder am Strand, es sollte eine Stelle für den Sex gesucht werden, die nicht eingesehen werden kann.

Mitglied im Mile-high-Club

Ganz mutige Paare können auch versuchen, sich dem berühmten Mile-High-Club anzuschließen. Angehörige dieses Clubs haben sich die Mitgliedschaft erworben, indem sie in einer Flugzeugtoilette in 10.000 Meter Höhe Sex hatten. Der Verkehr findet hier unter erschwerten Bedingungen statt, denn selbstverständlich weiß auch das Flugzeugpersonal von diesem Club und hat die Toilette des Fliegers immer im Auge, um die Anwärter für den Club zu stoppen. Einfach nacheinander in den Raum schleichen und hoffen, unbemerkt zu bleiben, ist also sehr schwer.

Das Risiko, erwischt zu werden, ist groß

Und selbst wenn es klappt, sollte man wissen, dass die Türen sehr dünn sind. Nicht selten hat das Flugpersonal nach vollzogenem Akt den neuen Mitgliedern des Clubs über die Lautsprecheranlage gratuliert und sie auf diese Weise vor allen Passagieren bloßgestellt. Zudem ist die Toilette sehr klein, da sie nicht konzipiert wurde, um darin Sex zu haben. Der Geschlechtsverkehr in der Flugzeugtoilette ist also ein sehr kuscheliges Erlebnis und kann kaum leise vollzogen werden.

Spaß mit Rollenspielen

Das Liebesleben kann auch mit Rollenspielen aufgefrischt werden, in dem beide Partner eine andere Rolle übernehmen, um die Beziehung zum Prickeln zu bringen. Etwa, indem sie das zufällige Zusammentreffen zweier Fremder simulieren, die zusammen ein spontanes Stelldichein etwa in der Toilette der Bar vereinbaren. Es prickelt auch, wenn Rollenverhältnisse mit einer klaren Hierarchie übernommen werden wie frecher Schüler und gestrenge Lehrerin oder Patientin und Arzt. Wer auf den Geschmack kommt, kann die Spiele mit entsprechenden Kostümen und Utensilien vertiefen.

Ein neuer Trend in den Betten

Eine weitere neue Idee kann zudem auf dem Buch- und Filmmarkt gefunden werden. Das Buch „Fifty Shades of Grey“ sowie die Verfilmung des Werkes haben ein Tabu gebrochen und SM aus der Schmuddelecke geholt und in den Mainstream gebracht. Derzeit ist vor allem softer SM ein Trend, viele Paare versuchen sich in den Spielen mit der Hierarchie und sanften Schmerzen. Auch hier können sich Paare neue Ideen holen. Auch hier gilt: Alles kann, nichts muss. Niemand wird zu etwas gezwungen, die Grenzen des Partners werden eingehalten. Hier können Stoppwörter vereinbart werden, um ein Überschreiten der Grenze zu vermeiden.

Harald Berger

Pharmakologie ist mein Fach. Aktuell geniesse ich die Zeit nach dem Studium. Ich bin Schweizer und lebe in Bern. Ich unterstütze die Apotheke Schweiz mit Artikel sowie Produktbeschreibungen.
Harald Berger