Mit diesen Tipps schlaft ihr schneller ein und erholt euch besser

Zahlreiche Menschen haben zwar schon einmal von einem erholsamen Schlaf gehört, aus eigener Erfahrung wissen sie nichts davon zu berichten. Sie legen sich Abend für Abend hin, um sich stundenlang herumzuwälzen und nach langer Unruhe in einen Halbschaf zu fallen, aus dem sie immer wieder erwachen, um sich erneut herumzuwälzen. Dies ist nicht nur anstrengend für Menschen, die von der Schlaflosigkeit betroffen sind, sondern auch für die Partner der Betroffenen, da sie die ständige Unruhe in der Betthälfte neben ihnen auch nicht zur Ruhe kommen lässt. Dabei ist ein erholsamer Schlaf mit einigen Regeln einfach zu erhalten. Mit diesen Tipps klappt es.

Ein Workout ermüdet

Vor allem Menschen, die in Berufen arbeiten, die körperlich weniger anstrengend sind, leiden abends und nachts an Schlaflosigkeit, wenn sie sich nicht an einige Regeln halten. Zwar kann eine geistige Tätigkeit auch ermüdend sein, doch der Körper gelangt nicht an die Grenze der Erschöpfung. In diesem Fall heisst es nach der Arbeit: Auspowern. Glücklich sind Angestellte, deren Unternehmen ihnen einen Fitnessraum zur Verfügung stellen. Dann können sie sich in der Mittagspause oder nach Feierabend noch einem ermüdenden Workout widmen. Für alle anderen gibt es natürlich öffentliche Fitnessstudios oder andere Sportarten. Warum nicht im Frühling und im Sommer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren? Auch dies hilft dabei, den Körper zu ermüden.

Ein kleines Stelldichein hilft

Für alle, deren Arbeitsweg zu lang ist, um noch Zeit zu finden, zwei oder drei Mal in der Woche ein Workout einzulegen, kann natürlich auch zuhause ein wenig Sport treiben. Eine Runde Jogging durch den Wohnblock oder ein paar Eigengewichtsübungen im heimischen Wohnzimmer wirken bereits wahre Wunder. Genauso wie ein gemeinsames Stelldichein mit dem Partner vor dem Einschlafen. Dies ist auch nicht immer möglich, vor allem, wenn der Stresspegel bereits hoch ist, weil der erholsame Nachtschlaf schon länger fehlt. Dies kann zu einer erektilen Dysfunktion führen. Dagegen hilft allerdings Viagra, so dass der Klassiker von Pfizer auch beim Einschlafen hilft.

Das Bett ist nur zum Schlafen und für die Liebe da!

Geschlechtsverkehr ist erlaubt, ansonsten gilt: Das Bett ist zum Schlafen da und für keine andere Aktivität. Das Bett muss ein Ruheraum bleiben, damit der Körper damit das Signal hat, zur Ruhe zu kommen. Das wird er nicht, wenn das Bett auch als Couch zum Fernsehen benutzt wird oder gar als Büro und Arbeitsplatz. Gut, es ist auch erlaubt, am Abend im Bett auch ein ruhiges, nicht zu aufregendes Buch zu lesen, um herunter zu kommen. Doch eine Bibliothek sollte das Bett beziehungsweise der Nachttisch ebenfalls nicht werden. Und der Fernseher gehört generell nicht ins Schlafzimmer, ebenso wie Laptop, Tablett und Smartphone. Im Bett gibt es weit interessantere Tätigkeiten neben dem Schlafen als fernsehen oder im Internet zu surfen.

Feste Rituale

Aber legt das Stelldichein nicht direkt vor dem Einschlafen ein. Denn Geschlechtsverkehr macht zwar müde, doch zunächst geht der Blutdruck nach oben. Vor allem, wenn Viagra für den Verkehr eingenommen wird. Vor dem Einschlafen sollte der Körper Zeit haben, herunter zu kommen und sich zu beruhigen. Dafür sind regelmässige Rituale um immer dieselbe Uhrzeit gut, die auch konsequent eingehalten werden sollten. Nach einiger Zeit hat sich der Körper an diese Rituale und die Uhrzeit gewöhnt, so dass er sich von selbst beruhigt. Wie diese Routine gestaltet wird, ist jedem Menschen selbst überlassen.

Ein Tagebuch schreiben

Eines der Rituale kann etwa sein, ein Tagebuch zu schreiben. Viele Menschen machen den Fehler, den Ballast des Alltags mit ins Bett zu nehmen. Dann ist es klar, dass sie sich herumwälzen, wenn sie immer und immer wieder darüber nachdenken. Setzt euch eine Stunde vor dem Zubettgehen hin und schreibt auf, was euch beschäftigt. Auf diese Weise reflektiert ihr noch einmal die Probleme des Alltags und lasst sie heraus. Papier ist geduldig. Wenn man seine Gedanken und Überlegungen niederschreibt, entledigt man sich diesen geistig und kann ruhiger schlafen.

Dunkel halten und beruhigende Farben

Wer schnell einschlafen und sich erholen möchte, benötigt auch ein angenehmes Umfeld. Störende Elemente bringen Unruhe ins Zimmer und stören beim tiefen durchschlafen. Generell gilt, das Zimmer abzudunkeln, damit der Körper merkt, dass die Nacht begonnen hat und er in den Schlafmodus umschalten kann. Ansonsten sollte das Zimmer in beruhigenden Farbtönen wie Grün, Braun oder Blau gehalten werden. Störende Geräusche können mit Rollläden oder schweren Vorhängen ausgesperrt werden. Generell sollte das Schlafzimmer kühl gehalten werden, damit der Körper effektiver seine Funktionen für die Nacht herunterfahren kann. Idealerweise wird die Temperatur beim Schlafen konstant zwischen 15 und 19 Grad gehalten.

Auf die Ernährung achten

Wer schnell einschlafen und erholsam ruhen möchte, sollte in jedem Fall auch abends auf seine Ernährung achten. Es gilt die alte Regel: „Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler“. Das heisst, das Frühstück ist die Zeit, ordentlich zu essen, um die geleerten Energiespeicher der Nacht wieder zu füllen und den Körper für den Tag vorzubereiten. Mittag sollte etwas weniger gegessen werden und abends leicht, wobei die Ausgewogenheit immer im Vordergrund stehen sollte sowie magnesiumreiche Lebensmittel und beruhigende Getränke wie Kamillentee oder klassisch warme Milch mit Honig. Wird zu viel und zu schwer gegessen, ist der Körper mit der Verdauung beschäftigt und kommt nicht zur Ruhe, zudem drohen nachts Albträume.

Ein Nickerchen zwischendurch

Viele Menschen, die in einer sitzenden Tätigkeit arbeiten, trinken Unmengen Kaffee. Doch auch Menschen in körperlich anstrengenden Berufen sprechen dem Koffein sehr zu, um tagsüber die Müdigkeit zu bekämpfen. Dies ist hinderlich für ein schnelles Einschlafen. Es ist besser, weitgehend auf Koffein zu verzichten und sich stattdessen ein Nickerchen am frühen Nachmittag zu halten, wenn die meisten Menschen ein Tief haben, das sogenannte Power-Napping, das immer beliebter wird. Ja, denn auch Schlaf unterstützt den Schlaf. Denn das Nickerchen, das erlernt werden muss, da es nur durchschnittlich zehn Minuten dauern sollte, sonst wird man müder, senkt erwiesenermassen den Stresspegel, so dass es am Abend leichter wird, in den Schlaf zu sinken.

Medikamente können wach halten

Wer Probleme hat, einzuschlafen, sollte auch das leidliche Thema „Medikamente“ bedenken. Nein, nicht zuerst an Schlafmittel. Einige Medikamente verursachen als Nebenwirkung Schlaflosigkeit. Wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte also einen Blick auf den Beipackzettel werfen oder den Apotheker fragen, um herauszufinden, ob diese eine Schlaflosigkeit verursachen. Ist dies der Fall, sollte beim Arzt vorgesprochen werden, um alternative Medikamente verschrieben zu bekommen. Dieser kann Betroffene auch bezüglich Schlafmittel beraten. Es ist abzuraten, selbst mit Schlafmitteln zu experimentieren, da auch diese Nebenwirkungen haben und es schlimmstenfalls zu einer Überdosierung kommen kann. Zudem könnten sich Wechselwirkungen mit Medikamenten einstellen, auf die man angewiesen ist.

Tier gehören nicht ins Bett

Zuletzt noch ein Rat, der für einige Leser befremdlich wirken könnte und der für andere Leser wertvoll ist, da es für sie Normalität darstellt: Haustiere haben im Bett nichts verloren. Dies ist für viele Menschen undenkbar, da sie vor allem hygienische Probleme befürchten oder andere Gründe anbringen. Andere Menschen wiederum haben nichts dagegen, dass ihr Hund oder ihre Katze mit im Bett schlafen, da sie es als bequem und gemütlich empfinden. Wenn sie allerdings abends nicht einschlafen können oder morgens wie erschlagen erwachen, liegt es nicht selten an ihren Schmusetieren, da auch sie unruhig schlafen und so einen erholsamen Tiefschlaf verhindern oder gleich ganz am Einschlafen hindern. Wenn die Tiere allerdings länger im Bett schlafen durften, ist es schwer, sie wieder zu entwöhnen. Also erzieht eure Haustiere besser von vornherein dazu, dass sie nicht mit im Bett zu schlafen.

Harald Berger

Pharmakologie ist mein Fach. Aktuell geniesse ich die Zeit nach dem Studium. Ich bin Schweizer und lebe in Bern. Ich unterstütze die Apotheke Schweiz mit Artikel sowie Produktbeschreibungen.
Harald Berger